| Atari 800XL |
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Diese Höllenmaschine ist mit einem auf 1,77MHz getakteten MOS 6502 Prozessor und satten 64K Ram ausgestattet. Schnellere CPU, genausoviel Speicher (64K), BASIC (8K) fest im Rom, guter Soundchip (POKEY "POtentiometer and KEYboard Integrated Circuit") - 4 Stimmen, mono, 3,5 Oktaven, Grafikchip -ANTIC ("Alpha Numeric Television Interface Controller"), GTIA ("Graphic Television Interface Adapter"), Textmodus:40 x 24, Grafikmodi: 320 x 192 (monochrom), Farben:16 aus 256 bei den vorgegebenen Modi, 256 bei Selbstprogrammierung möglich. Trotz technischer Überlegenheit zum C=64 konnte der 800er nicht an den Erfolg des 64ers rankommen - das lag wohl in dem Ruf, den sich Atari als Spielekonsolenhersteller erarbeitet hat, begründet.... Was also tun mit soviel Leistung? Richtig, Donkey Kong zocken.... Eigentlich wollte ich ja gar keinen Atari Computer in mein Sortiment aufnehmen und bisher habe ich alles was auch nur im entferntesten mit Atari computern zu tun hat, meinem Freund Erby aufs Auge gedrückt. Neulich bin ich aber in der Bucht über ein Spielemodul gestolpert - Donkey Kong - eh klar.... Ich hab da mal die Wahnsinnssumme von 3,57 € drauf geboten und gewartet, was passiert - und siehe da, für 3,01€ hatte ich den Zuschlag. Mittlerweile hab ich mich mal ein bisschen schlau gemacht und lt. Internet soll das Modul eher selten sein und wenn`s denn mal bei E-Blubb ist, geht es auch deutlich teurer über den (virtuellen) Tresen.... Also einen Schnapp gemacht ;-) Nachdem das Modul dann seinen Weg zu mir gefunden hat, hab ich es erstmal zur Seite gelegt, was hätte ich auch sonst damit machen sollen? Einen Atari Computer hatte ich ja nun nicht und wollte ich ja auch eigentlich gar nicht haben. Als mich mein Freund Erby besuchen wollte, hab ich ihn gebeten, mal so eine Gurke mitzubringen, um das Modul mal testen zu können. Hat er dann auch gemacht. Gut, die Kiste hat eine Macke, man kann zwar weitere Geräte anschliessen, aber die werden nicht erkannt, bzw. man kann nicht drauf zugreifen. Das ist aber für den Betrieb von Modulen auch gar nicht nötig. Da ich dem Erby seinen kaputten VC-20 mit einem lebendigen Board versorgt habe (so eins mit eckigem Stromanschluß), konnte er kaum ablehnen, mir als Gegenleistung diesen zur Spielekonsole dekradierten "Computer" zu überlassen, natürlich mit Netzteil - wobei ich das auch erst nochmal mit Schrumpfschlauch verbessern durfte, da lugte nämlich schon das blanke Kabel raus.... Alles in Allem, ist der Kasten ja noch in gutem Zustand, bis halt auf den Schnittstellendefekt....
So sieht ein zur Spielekonsole degradierter Atari 800XL aus.... Links der defekte Anschluß für Peripheriegeräte, dann hinter der Abdeckung ein Anschluß für Speichererweiterungen, Monitor (Scart), TV-Anschlußbuchse und Stromeingangsbuchse, sowie der Ein-/Ausschalter. Glücklicherweise kann ich bei dem 800er das Scartkabel vom 64er benutzen und muß mich nicht noch mit einer extra Kabelage rumschlagen, einfach vom C= abziehen und in den 800er einstecken - fertig, Bild und Ton in guter Qualität! Und der Aufwand wegen eines einzigen Moduls.... Noch eine Anmerkung zum Donkey Kong Spiel an sich..... Der erste Level besteht aus den 25m und 100m Bild, wobei das als 25m und 50m angezeigt wird, der zweite Level besteht aus dem 25m, 75m und 100m Bild und erst im 3. Level, sind alle 4 Bilder in der richtigen Reihenfolge durchzuspielen. Das 25m Bild ist etwas kurios, denn der Affe steht nicht wie gewohnt oben links, sondern rechts, es fehlt also ein Träger, den es hochzulaufen gilt. Das hat mich erstmal ganz schön aus der Routine gebracht, denn der ganze Ablauf ist anders - Fässer und Flammen bewegen sich völlig ungewohnt :( Die selben "Probleme" hatte ich auch bei der Version vom Coleco, da steht der Affe auch auf der "verkehrten" Seite..... |
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| Aktualisiert ( Donnerstag, den 24. Juni 2010 um 23:08 Uhr ) | |



Kommentare
> Die selben "Probleme" hatte ich auch bei der Version vom Coleco, da steht der Affe auch auf der "verkehrten" Seite.....
In unserem Club Magazin stand mal ein schönes Interview mit den damaligen Entwickler hierzu. Die haben beschrieben, dass Atari immer nur die Rechte gekauft hat, aber nicht die Originalen Source/Binaries. Den Entwickler wurde immer nur gesagt, "So, dann macht mal" und die sind dann in Spielhalle gegangen (vermutlich wie ich damals mit Karopapier und Bleistift um die Grafik abzumalen) und haben dann alles von Null auf neu machen müssen.
Wie auch immer; ein Knaller ist das Spiel allemal! Aber am liebsten auf einer PCB Platine :)