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HomeCon IV vom 14.11.2009 PDF Drucken E-Mail
  

Die vierte Auflage der triumphalen HomeCon startete mit Schwierigkeiten.

Das geringste Problem war der köstliche Geruch nach kalten, abgestandenen Sauerkraut, der uns empfing, als wir die heiligen Hallen öffneten. Die Reste vom Buffet standen noch im Foyer. Da half nur noch Powerlüfting - und das im November!


(Reste vom Vortag *würg*)

Dann standen wir mit dem superschweren Arcadeautomaten vor der verschlossenen Seitentür des Bürgerhauses. Ein Anruf beim Hausmeister ergab, dass wir ab nun keine Schlüssel mehr für die Seitentüren bekommen könnten, da diese auch weitere Türen im Bürgerhaus öffnen könnten. Haben wir nie bemerkt, da wir das nie ausprobiert haben. Wozu auch? Aber einige Mieter mussten natürlich Schabernack mit den Schlüsseln treiben, im Haus umherirren und sich am Geschirr vergreifen. Bezeichnender Weise sind das mal wieder solche Veranstalter, die man gemeinhin für seriös hält und die eigentlich eine Vorbildfunktion in der Gemeinde haben sollten. 

Die Mieter direkt vor uns waren auch richtig nett: Hauen die Sicherungen raus und klauen sich mit einer Kabeltrommel aus dem Bereich des Kühlhauses "neuen" Strom. Meint Ihr, die hätten mal den Hausmeister benachrichtigt, dass die mit deren Warmhalteplattenphalanx (Bild oben) das Stromnetz überfordert haben? Nein! Das merken ja die Nachmieter, wenn sie kommen! WIR!  Ausserdem standen noch jede Menge Tische und Stühle in unserem Raum. Naja, dann mussten wir die wenigstens nicht holen. *grrr*


(Hallo Vormieter - dankeschön!)

Unser Glück war nur, dass der Hausmeister, nach meinem Anruf bezüglich der Seitentür, freundlicher Weise vorbeikam um diese solange zu öffnen, bis wir unsere Gerätschaften reingetragen hatten. Gerade als er wieder gehen wollte, bemerkte ich, dass wir zwar Licht hatten, aber die Steckdosen tot waren. Wie ein aufgescheuchtes Huhn lief ich mit dem Multimeter von Steckdose zu Steckdose, während der Hausmeister die gefühlten 20.000 Sicherungsautomaten überprüfte. Man stelle sich vor: Bis auf drei Steckdosen, war das gesamte Bürgerhaus stromlos! 

Aber der Hausmeister fand keinen Sicherungsautomaten, der ausgelöst hätte. Zu allem Überfluss waren auch seine Kollegen nicht zu erreichen, es war ja auch Wochenende! Gerade als ich Quarkbeutel und Anta Baka sagte, sie sollten die Tische nicht weiter aufbauen, da wir den Fehler nicht finden würden, hatten wir wieder Strom! Ein Automat hatte ausgelöst, aber der Hebel blieb oben! BTW: Man stelle sich vor: Alle Steckdosen hängen an einer Sicherung! 

So weit, so gut. Nun konnte es ja nur noch aufwärts gehen! 

Aber vorweg doch noch etwas Schimpfe: Einige, die sich angemeldet hatten, kamen nicht. Das ist ja nicht schlimm, aber man hätte uns mal Bescheid geben können. Wir hatten Massen an Kuchen übrig. Quarkbeutel backt doch nicht für den Mülleimer! Wenn das so weiter geht, müssen wir das Kuchenbuffet noch einstellen. 

Kommen wir nun endlich zum durchweg erfreulichen Rest des Tages. 

Neben den üblichen Verdächtigen hatten sich wieder viele neue Besucher auf den Weg nach Seligenstadt gemacht und machten die HomeCon IV wieder zu einem großen Erfolg.

Öffnen wir die virtuelle Pforte und lassen die Veranstaltung Revue passieren:


(Kommense rein - könnense rausgucken!)


(Stilsicher sechs Wochen vor Heiligabend: Hessi und Quarkbeutel)


(Stasi 2.0, SP 4: Dr. Schäuble wäre stolz auf uns!)

(Zeitraffervideo)

Das Video wurde mit einer fast 20 Jahre alten SVHS-Videokamera von Panasonic mit 0,5x Weitwinkelaufsatz erstellt. Warum eine alte Kamera und kein aktuelles Modell? Wenn die mitsamt Stativ von der Fensterbank gefallen wäre, hätte sich der Verlust in Grenzen gehalten. Eine Webcam hätte aber deutlich schlechtere Bilder gemacht. 

Die Musik habe ich schnell mit Garageband erstellt - ich kenne niemanden, der unmusikalischer ist, wie ich. Aber das Stück ist folglich GEMA-frei und frei vom Copyright Dritter.

Ursprünglich wurden die Aufnahmen mit einem Bild alle zwei Sekunden direkt auf ein altes Powerbook gespielt. Da das aber etwas mehr als 15 Minuten war, habe ich es auf knapp 9:30 Minuten beschleunigt. Folglich die liegt Bildrate bei ca. einem Bild alle drei Sekunden. Etwas hektisch vielleicht, aber so kann man sich die 10 Minuten wenigstens ansehen ohne einzuschlafen. 

(Bericht auf Radio X über die HomeCon IV)

Den Jungs der Readaktion von Dr. Pong, Alex und Horst, gefielen die folgenden Sachen am besten:


(Oizombies JAMMA-Adapter mit nackter Platine)

An diesem Adapter konnte man zwei Joysticks, einen Fernseher und einer Arcadeautomatenplatine nach JAMMA-Standard anschliessen. Oizombie hatte sich selber so einen Arcadestick gebaut, der durch sein gelungenes Finish in Dunkelviolett-Metallic bestach. Der zweite Stick stammte von einem NeoGeo.


(MAME-Cabinet/Arcadeautomat)

Das MAME-Cab war immer stark umlagert. Allerdings versagte das Netzteil nach dem Transport, so dass ich gleich am Morgen einen Ersatz besorgen musste. Wie man so ein Teil aufbaut, seht Ihr hier.


(Tiefergelegter, gepimpter Commodore C64)

Der "tiefergelgte" C64 entstand, indem man die Innenseiten der Gehäusekanten um je etwas mehr als einen Zentimeter kürzt und die kurze Platine eines C64-II einbaut. 

Meine Kinder bekamen vom Nostalgiker (aus dem Nexgam-Forum) ein Motorrad-Videospiel geschenkt. Dafür an dieser Stellen noch einmal vielen Dank! Die Grafik lag irgendwo auf SNES-Niveau, wie alle angebotenen Telespiele, die aus China kommen. Gesteuert wurde das Ding nicht durch komplizierte Neigungssensoren, sondern durch ganz einfache Beschleunigungssensoren, die ähnlich einem Quecksilberschalter fungierten.


(Telespiel am Commdore 1084-Monitor)


(Bissl klein: Motorrad-Telespiel)

Florian vom ABBUC fand auf der HomeCon endlich die Zeit und Muse, sich um seine Steuererklärung zu kümmern. "Sparbuch 1983" auf dem Atari 800XE ist zwar nicht mehr ganz up to date, aber was will man machen? Windows benutzen? Im Leben nicht!


(Florian bei der Steuererklärung)

Florian hatte zudem Backware mitgebracht, die stilechter nicht sein konnte. (o.k., Donkey-Kong-Figuren wären noch besser gewesen!) Die Dinger sahen nicht nur gut aus, sondern die schmeckten auch noch richtig lecker!


(Lecker, lecker, lecker, lecker, lecker.... düdeldüdel-lüüüh)


(Kein Ponyhof?)

Das Leben ist kein Ponyhof? ...vor allem für PacMan-Geister! Auf dem Bild: Anta, kurz vor der Terminierung der beiden Spielfiguren. Augenzeugen berichten, er konnte die Geister essen, auch ohne vorher eine blinkende Pille geschluckt zu haben. Erstaunliche Kräfte wohnen ihm inne!

Aber auch der Medenbacher liess sich nicht lumpen und brachte einen gigantischen Käsekuchen mit der gefühlten Kantenlänge von 80x80cm und einem Kampfgewicht von rund 8,5 kg mit, der durch reiche Verzierungen glänzte. Das, was wie ein roter Delphin im grünen Meer aussieht, war das C=-Regenbogenlogo, bevor es mit der Fussraumheizung im Auto Bekanntschaft gemacht hatte.
Leider blieb der Kuchen den ABBUC-Leute im Halse stecken. *hähähä* Die haben halt 'ne Commodore-Allergie! 

Aber seht selber:

 
(Extremst lecker und supersaftig: Käsebytekuchen vom Medenbacher)

Natürlich haben wir auch gegrillt. Da einige Besucher gleich Bratwurstpackungen aus dem Großhandel anschleppten und Würstchen für lau weiterreichten, musste sich niemand hungrig auf den Heimweg machen. Bei der Kälte und dem einsetzendem Nieselregen, der den Grill zusätzlich kühlte, brauchte das Grillgut deutlich länger als gewohnt. Es hat trotzdem allen geschmeckt.


(Gut Ding will Weile haben)


(Vollgepackt bis auf den letzten Quadratzentimeter)


(Das Vordach schützte vor dem Regen)

Dermassen gestärkt konnte es an das Turnier gehen. Allerdings liessen die Leistungen einiger Spieler den Schluss zu, dass sie sich überfressen hatten. Der alte Spruch "Nach dem Essen sollst Du rocken oder am Atari zocken" half leider nicht weiter.

Holger (Wizard) veranstaltete das Turnier gewohnt souverän. Ich flog aber mal wieder gleich am Anfang raus, so dass ich gar nicht im Details verfolgt hatte, wie das Turnier weiter ablief. Tut mir leid. Gespielt wurde diese Art "Vier-Player-Pong/Breakout", bei dem man verhindern muss, dass die eigene Festung in einer der vier Ecken nach und nach zerstört wird: Warlords. Das Spiel lief auf einem Atari 800XL mit 8-Player-Adapter, wovon aber nur vier Ports benutzt wurden.

Das Ergebnis:
1. Platz - Holger vom ABBUC
2. Platz - Florian vom ABBUC
3. Platz - Florian von Systemshock


(Die glücklichen Sieger)

Holger war es hochnotpeinlich, dass er als Organisator den ersten Platz belegte. Aber wir sind ja nicht beim Fussball und alle konnten sich davon überzeugen, dass es mit rechten Dingen zuging.

Das älteste Stück der Veranstaltung war ganz sicher das alte Travemünde-Telespiel aus dem Hause Philips, welches Oizombies Großeltern seinerzeit neu gekauft hatten. Wizards Pongs stammen aus der gleichen Epoche, aber der Erfinder der Telespiele (Ralph Baer) arbeitete nun einmal bei der Philips-Tochter Magnavox. Atari-Gründer Nolan Bushnell kam erst durch einen Philips-Prototypen auf die Idee zu Pong.


(Philips Travemünde, ein urwüchsiger Klassiker)
 
Später am Abend genossen wir noch einige aktuelle C64-Demos, welche regelmässig von Master64 und Anta Baka mit anerkennenden Zwischenrufen unterbrochen wurden. Die meisten Effekte wurde mit der Feststellung kommentiert, dass das, was da auf dem Bildschirm zu sehen sei, mit der gegebenen Hardware nicht möglich sein sollte.

Dass der C64, auf dem diese Demos liefen, auch MP3s (mit Zusatzhardware) wiedergegeben hat, erstaunt heute niemanden wirklich, da dies jeder MP3-Player für 10,- EUR beherrscht. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass MP3s auf dem PC erst ab einem Pentium mit 75 MHz einigermassen flüssig liefen, ist das letztlich vielleicht doch bemerkenswert.

Nebenher versuchten sich Anta, HelmutX und Hessi am Commodore C65. Mussten aber feststellen, dass keinem die BASIC-Befehle des C65 für den Zugriff auf die Floppy geläufig waren. Helmut sprang in die Breche, indem er die C65-Programme vom SD2IEC auf seinem C64 auf eine 1581 kopierte, deren 3,5"-Disketten der C65 einwandfrei lesen konnte. 


(HelmutsXs 1581-Floppy (oben))

Alle fassten bei Abbau mit an, wie man auch sehr schön im oben eingebetteten Video sehen kann. Nach etwas Smalltalk in der Kälte auf dem Parkplätz, fuhren einige noch mit Anta Baka mit, um bei ihm einige Hardware abzuholen, der Rest machte sich langsam und mit dem guten Gefühl eine gelungene Veranstaltung erlebt zu haben, auf den Heimweg.

Wie bereits öfter gesagt: Wir geben nur den Rahmen, Ihr macht aber die HomeCon zu einem Erfolg!

Danke!

Holger und Michael

Kommentare

avatar Heiko Wagner
0
 
 
super bericht,
ich lache immer noch über die "Stasi 2.0, SP 4" bildunterschrift...
und dem bericht der versorgungspropleme mit 230 volt aus einer steckdose...


avatar Bernhard
0
 
 
super bericht leider war ich nicht dabei ich habe auch alte artari und so aber super super bilder auch
gruß berndy
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Aktualisiert ( Freitag, den 04. Dezember 2009 um 16:21 Uhr )
 

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