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HomeCon VI vom 13.03.2010 (mit Videos) PDF Drucken E-Mail
  

Die HomeCon VI – erstmals im doppelt so großen Saal wie sonst – stand im Zeichen des Zockens, Daddelns, Spielen. Wie man den nicht ernsthaften Umgang mit Elektronik auch immer nennen mag. Ob es die beiden Arcade-Austellungen waren, die zahlreichen Konsolen und HomeComputer, oder etwa die Retro-LAN: Überall dudelten Spielesoundtracks, ertönten lustige Geräusche, hallten Explosionen und röhrten Motoren. 

Bevor hier der Bericht kommt, einige Worte in eigener Sache:

Aus unserer subjektiven Sicht hatte diese HomeCon Optimierungspotential. Nicht einmal zwei Monate nach der letzten Veranstaltung ist einfach zu dicht dran. Wir als Veranstalter hatten dadurch kaum eine Pause, denn nach der HomeCon ist vor der HomeCon. Es mag sein, dass unsere Ansprüche zu hoch sind, das liegt aber auch daran, dass bereits die erste HomeCon vor einem guten Jahr wie die sprichwörtliche Bombe einschlug. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er nach höherem strebt, sich verbessern will. Die HomeCon zu verbessern bedingt im Hintergrund aber enorme Anstrengungen, die wir einfach bei der Veranstaltungsfrequenz nicht mehr leisten können.

Es wäre also schön, wenn sich noch helfende Hände finden würden, die uns – je nach Fähigkeiten – bei der Organisation und der Pflege der Website unter die Arme greifen würden. Wir brauchen niemanden, der wichtig gucken kann, wir brauchen auch keine Volksredner, wir brauchen Leute, die mit anpacken und an einem Strang ziehen, die das Notwendige tun ohne dass man sie zweimal bitten muss – denn dann können wir das auch gleich selber machen.

Konkret suchen wir noch jemanden, der rudimentäre Kenntnisse in php, SQL und Joomla hat. O.k., es geht auch völlig ohne solche Kenntnisse, dann machen wir eine kleine Einweisung und dann passt das schon. Kuchenbäcker sind auch gerne gesehen.

Generell kann jeder mithelfen, in dem er "Werbung" unter seinen Freunden, Verwandten und Bekannten für die HomeCon macht. Es geht nicht darum, die HC noch größer zu machen, sondern darum, sie gleichmässiger zu füllen. Nicht jeder hat zu jedem Termin Zeit.

Holger musste auf diesmal aus beruflichen Gründen bereits am Nachmittag die HomeCon verlassen. Thomas, den wir im Hintergrund bereits in die Organisation – soweit es seine knappe Zeit erlaubt – mit einbeziehen, sprang für ihn ein und schmiss im Anschluss das Kuchenbuffet. Trotz seiner Knieprobleme half er tatkräftig (wie auch andere Gäste) beim Abbau. Danke an Euch alle!

Aus gegebenen Anlass müssen wir auch darauf hinweisen, dass wirklich nur Quarkbeutel, Mugg und Hessi aktuell die HomeCon schmissen und schmeissen. Andere sind und waren nicht bei der Organisation involviert, auch wenn sie gerne den Eindruck vermitteln. 

 Aber schauen wir, für alle Daheimgebliebenen, was die HomeCon VI alles bot. Die Gäste schleppten genug an:


(Erby schwer bepackt)


(Einige würden für eine A600-OVP töten, aber Thron reibt sein fettiges Kinn daran!) 


(Wo wir gerade vom A600 schreiben: So wird das nichts, Master! Die raue Seite nach oben!)


(Es wird aufgebaut)


(Quarkbeutels Turmbau zu Babel: 3"-Disketten, ein teurer Spass!)

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(Ad hoc Raparaturen wurden auch durchgeführt)


(Videofreak zeigte Schlonkels (The Lost Caves 3")


(Renes altes Joyboard "Amicade")

 
(Videofreaks neues Ikea-Joyboard)

Rene hatte sein neues, stylisches MAME-Joyboard mitgebracht. Es ist hochglänzend grau und sieht wirklich edel aus. Die Größe ist auch absolut praktisch und es lässt sich sehr bequem bedienen. Den einen oder anderen mag stören, dass es aus einer Ikea-Küchentür besteht. Wir sagen: Ideen muss man haben! Klasse!


(SailorSats 4-Player-Joyboard)

SailorSat brachte sein Vier-Spieler-Panel aus dem 40"-Röhrenmonitor-Monster-Arcade mit. Ich bin heilfroh, dass er das Ding zu Hause gelassen hat, da ich ihn fahren musste. In meinen Espace passen gerade mal zwei von meinen Automaten, aber doch niemals diese Höllenmaschine. Und selbst wenn, dann wäre die Hinterachse wie ein Streichholz zerbrochen.

Wo wir gerade beim Thema sind: Es war nicht Sailors Schuld, dass wir vornehm zu spät kamen und das akademische Viertel fast verdreifachten. Ich hatte mich schlicht bei den benötigten Fahrtzeiten verkalkuliert, so dass wir erst 17 Minuten vor offiziellen Veranstaltungsbeginn eintrafen. Im Hof warteten schon Holger – der immer Wert auf absolute Punktlichkeit legt – sowie Thomas und Stefan. 

Unnötig zu erwähnen, dass über Holgers Kopf eine tiefschwarze Gewitterwolke Kreise zog und er mich den restlichen Tag nicht mehr mit dem Arsch ansah. Gut, ich hatte es ja auch verdient. Zur Aufhellung seiner Stimmung trug ausserdem nicht bei, dass er die HomeCon beruflich bedingt bereits am Nachmittag wieder verlassen musste. 

 
(Die Kids zocken)


(Spass mit MAME – dem Multiple Arcade Machine Emulator)


(Noch mehr Zocker-Kids)

Später am Abend kamen noch ein Vater und einige Kinder von der italienischen Feier über uns herunter und spielten ein wenig am MAME und auf den vernetzten Amiga 500.


(Interton VC4000 mit Multiplayer-Autorennen)
 
Hessi (also ich) brachte das einzige in Deutschland entwickelte Telespiel mit Modulen mit, das Interton VC4000. Frisch restauriert funktionierte es immer noch wie am ersten Tag vor mehr als 30 Jahren. Dies gefiel Thorn so gut, dass er es gleich gegen ein ColecoVision-Lenkrad mit "Lagerspuren" eintauschte – auch wenn er das etwas anders darstellt


(Sega Master System mit 3D-Erweiterung)
 

Eines der Highlights war aber ganz bestimmt Ralfs Sega Master System mit 3D-Erweiterung und Shutterbrille aus dem ComputerCultureMuseum. Bereits vor 25 Jahren veröffentlichte Sega eine 3D-Technik, die erst jetzt in Kinos und in den Wohnzimmern vor ihrem Durchbruch steht: 3D mit Shutterbrille! Wie man auf den folgenden Bildern sehen kann, reichen aber schon fünf Minuten Spielspass, um beim absetzen der Brille so eine Art Realitätsschock zu erleiden. Das ist ein sehr seltsames Gefühl.

 
(Ich spiel in 3D!)


(OiZombie im Kampf gegen sowjetische Atomraketen)
 


(Heute auf der HomeCon, morgen in Kitzbühel Mode: 3D-Glasses)


(Back to reality: Die Realität schmerzt, aber die Grafik ist geil!)


(Anta als Hobby DJ) 

Anta brachte sein altes DJ-Pad für die Sony PSX mit. Interessant auch hier, dass diese Art Spiel durch Guitar- und DJ-Hero sowie Singstar heute aktueller denn je ist.

Stichwort "aktuelle Spiele": Die LAN-Party war eher durchwachsen. Blauäugig an die Sache mit der DOSBox zu gehen und zu erwarten, dass die alten Spiele damit auch reibungslos im Netzwerk funktionieren, war ein Fehler. Natürlich haben wir verdrängt, wie fürchterlich die Konfiguration des Systems unter DOS damals war. Wir kämpften um jedes Byte freien Speichers und optimierten das System in nächtelanger, liebevoller Handarbeit. Vor jedem LAN-Spiel auf unseren LAN-Partys (damals noch mit BNC-Verkabelung als physikalischen Bus) hatten wir noch stundenlang mit der Konfiguration gekämpft. Damals ging das noch in Ordnung, das war quasi Pionierarbeit. Aber heute hat man einfach nicht mehr die Geduld dafür.

Nach einigen Levels DukeNukem3D in der neuen Windows-x-Duke-Version und diversen Runden Starcraft in wechselnder Besetzung war es dann auch schon später am Tag und aus reinem Frust spielten wir FlatOut2. Ja, gut, das war mit Erscheinungsdatum 2006 nicht wirklich Retro, läuft aber völlig flüssig auf Onboard-Grafikkarten der Notebooks und der einfachen Rechner. Die Grafik ist wunderschön, das Fahrverhalten purer Spass und das Gameplay ist hervorragend. Viele konnten sich dem nicht entziehen und spielten auf einem Retro-Treffen, etwas verschämt, ein aktuelles Spiel.

Zu unserer Schande müssen wir auch gestehen, dass wir nicht viel besser waren als die Skatbrüder, die die Nebenbelegung im Bürgerhaus das letzte Mal hatten. Einige der LAN-Party-Teilnehmer frönten dem Dämon Alkohol im fast anstössigen Masse. Alle blieben dabei aber gut gelaunt und friedlich. Im Gegensatz zu den Skatbrüdern begann auch der Bierkonsum nicht bereits am frühen Morgen, sonder erst am Nachmittag. Auch wenn der Sinnspruch "kein Bier vor Vier" nicht sklavisch eingehalten wurde, so floss der Gerstensaft erst nach dem Mittagessen. Es ist aber vermutlich wie immer Ansichtssache: Es war Wochenende, man war mit Freunden zusammen und grillte. Bei vielen gehört dann eben auch ein Bier dazu. Oder zwei, oder drei...

Trotzdem sollte die LAN-Party des HNC wieder ausgegliedert werden, es ist kein Spass auf modernen Maschinen DOS zu fahren und Spiele in Pixelgrafik zu zocken. Die Zeiten sind vorbei und alte PCs werden niemals eine Retro-Fangemeinde haben. Im Rückblick verklärt man vieles, aber beim Zock sollte der Spass im Vordergrund stehen und die der Kampf gegen das Betriebssystem. Unsere alten Retro-Schätzchen kennen solche Probleme nicht: Modul oder Diskette rein und ab geht's!

Bilder haben wir von der LAN keine, seht Euch einfach die Videos weiter unten an.

Begeben wir uns aber im virtuellen Rundgang zur nächsten Attraktion – was sage ich? Zur nächsten Sensation!


(Tomy Astro Raid)


(Ist selig: Rene beim Astro Raid zocken)

Tomy Astro Raid – mechanisches Space Invaders
 

Etwas ganz feines hatte Anta für uns Retro-Freaks mitgebracht: Eine Art mechanischen Gameboy! Ja, wirklich: mechanisch! Zum Aufziehen! Dieses Meisterwerk der Feinmechanik, diese Perle der stromlosen Spielekunst, dieses Juwel, das auch ohne Batterien glänzt, ist einfach nur der Hammer. Untermalt vom Rasseln eines Eierweckers versucht man drei Aliens abzuschiessen, die bei einem Treffer nicht etwa verschwinden, sondern nur einen schwarzen Punkt in der Mitte bekommen. Die Leute bei Tomy hatten entweder Humor, oder sie meinten das Ding ernst und wollten es auf den afrikanischen Spielemarkt werfen. Wie dem auch sein, die Idee ist absolut charmant und das Gerät sollte in keiner Tomy-Sammlung fehlen!
 

 


(Coleco Gemini)

Weiterhin hatte Anta den Atari-VCS-Klon namens "Gemini" von Coleco im Gepäck. Dieses Gerät, bzw. der VCS-"Adapter" für das ColecoVision, löste einst eine Gerichtsverhandlung in den USA aus, in der im Wesentlichen festgestellt wurde, dass das Coleco nur eine Ansammlung aus elektronischen Standard-Bauteilen ist, die unter anderen den Grafikchip (TIA/Stella) nachstellten. Tatsächlich enthielt das VCS kein ROM, das kopiert werden musste, das befand sich nur auf den Modulen
Soll ich was zu dem Fernseher sagen? Ja? Soll ich? Nein, besser nicht. *kicher*


(Commodore MPS 803)


(Druckkopf: neun Nadeln vorgesehen, acht bestückt, sieben benutzt – tolle Wurst!)

O.k., das wird jetzt irgendwie Anta-lastig, er belegte ja auch zwei Tische und schien in Füllhorn unter dem einen stehen zu haben. Seinerzeit hatte ich ihn ja auch, den schicken MPS 803-Nadeldrucker von Commodore. Das gute Stück hat einen 9-Nadelkopf, der mit acht Nadeln bestückt ist und davon sieben benutzt. Alles klar soweit?  Wen es interessiert: KMP führt tatsächlich noch Farbbänder für die Kiste! LOL!


(Vectrex mit Mickeysoft-Joypad)

Und kommt, Leute, einen hammer noch: Antas Vextrex mit umgebauten Gamepad. Den Hersteller versuchte er durch einen Aufkleber unkenntlich zu machen. Vergebens. Aber gut, so musste wenigstens kein Retro-Zubehör dran glauben.

Kommen wir zu kuriosen Dingen:


(OiZombies PSX mit verschobener Phasenlage)


(Hochkantes Spiel)
 

Ich sage es gleich: Fragt nicht, ich weiss es auch nicht. 


(Hier steht er wieder gerade...)


(Besucher auf der HomeCon: Begeisterung in den Minen!)


(Skepsis? Kick-Off? Man weiss es nicht.)


(DOS zaubert kein Lächeln auf die Lippen. Nein!)

Kommen wir zu guter Letzt zu dem allseits beliebten Turnier. Diesmal wurde es auf einem Atari 800XL... ähm... hatten wir dieses System nicht schon auf den letzten HomeCons? Kann es sein, dass jemand das Turnier leiten sollte, der NICHT im ABBUC ist? Nein, nein, wir müssen noch dankbar sein, definitiv. Also: Danke, Holger (Wizard) dass Du das Turnier geschmissen hast!


(Holger heizt die Massen an!)

Die Kombattanten traten am erwähnten Atari in dem Klassiker "Pole Position" gegeneinander an. Die Besonderheit war, dass die Steuerung aus einem halbwegs modernen Logitech-Lenkrad bestand, welche via USB mit dem Atari verbunden war. Natürlich kannte das Spiel keine proportionale Steuerung, es war für digitale Joysticks gedacht. Daher war die Steuerung ungewohnt: Erst ab einem bestimmten Lenkwinkel wurde die Lenkbewegung ausgeführt. Uns wurde schlagartig klar, warum der TÜV etwas gegen eine ausgeschlagene Lenkung hat. Der Formel1-Renner fuhr sich wie ein MB 200 Diesel-Taxi mit 600.000 Kilometern auf der Uhr. War trotzdem ein schöner Spass!


(Siegertypen: Wizard, OiZombie und Mugg)


(Von oben nach unten: 1. bis 3. Platz)

Das Ergebnis des Turniers:

1. Platz: OiZombie
2. Platz: Wizard
3. Platz: Mugg

Schaut Euch die Videos an, die zeigen viele schöne Details. Seid mir bitte nicht böse, wenn ich (wie immer) einige Leute nicht ausreichend gewürdigt habe. Master mit seinem ST, Quarkbeutel mit seinem CPC, die Kick-Offer, Flos ewige Lichter und, und, und.
BTW: Die Kinder waren natürlich noch nicht anwesend, als DN3D gespielt wurde.
 

Offizielles HomeCon-Video
 

Videofreaks HomeCon VI-Rundgang
 
 
Weitere Bilder:
Videofreaks HomeCon VI-Bilder
Muggs Bilder
Hessis Bilder (auch welche vom Mugg dabei)
OiZombies Picasa-Webalbum der HC-VI

 

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Aktualisiert ( Mittwoch, den 21. April 2010 um 08:05 Uhr )
 

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